• Julia

Zum "Nachwandern" nicht empfohlen!

Inoffizielle Wanderrouten auf "Komoot" sorgen für Ärger / Das Fehlverhalten von wenigen fällt auf alle zurück!

Immer mehr zum Ärgernis wird (nicht nur) für Extertal die Outdoor-App "Komoot". Das ist eine beliebte Navigations-App, ein Tourenverzeichnis und soziales Netzwerk für Outdoor-Aktivitäten. Es richtet sich im Speziellen an Radfahrer, Wanderer, Mountainbiker und Rennradfahrer.

Soweit so gut. Ganz und gar nicht gut ist allerdings, dass diese App den Nutzern die Möglichkeit gibt, selbst Touren einzustellen. Was beim ersten Blick als Bereicherung erscheint, erweist sich beim genauen Hinschauen als höchst problematisch für die Dorfgemeinschaften und Vereine, die sich um die Pflege der Wanderwege kümmern.

Sei es aus Unwissenheit, Gedankenlosigkeit oder Ignoranz: Einige dieser "Abenteuerwanderer" suchen ihre Routen abseits gekennzeichneter Wanderwege querfeld- und querwaldein, steigen über Zäune und scheuen sich auch nicht, Privatgrundstücke oder Gärten zu durchqueren. Diese neuen "tollen" Pfade stellen sie dann gerne "zum Nachwandern empfohlen" ins Netz. Der Ärger mit Grundstückseigentümern, Landwirten, Förstern oder Jägern ist sozusagen vorprogrammiert. Wenn "Wanderer" in der Vegetationszeit durch Kornfelder und Wiesen laufen, "Abkürzungen" über Höfe oder sogar Gärten nehmen und auch vor Naturschutzgebieten nicht halt machen, ist dieser Ärger wohl verständlich.

Diese Fehlverhalten einiger weniger fällt leider auf alle Wanderer zurück. Vor allem dann, wenn dieses Verhalten damit gerechtfertigt wird, dass man ja einer "ausgewiesenen" Wanderroute folge. Da ist die Verbindung zu den offiziellen, markierten Wanderwegen schnell hergestellt und "schuld" sind dann die Wegewarte der zuständigen Dorfgemeinschaften und Vereine.

Dieses Fehlverhalten führt zu einer wachsenden Skepsis der Grundeigentümer gegenüber Wanderern und Wanderwegen. Das ist natürlich für eine Region, die den Wandertourismus als Wirtschaftsfaktor fördern möchte, nicht gerade hilfreich.

Beschwerden bei Komoot haben leider bislang zu keinem Ergebnis geführt. Bleibt also nur, an die Nutzer dieser Outdoor-App zu appellieren, erstens keine "wilden" Routen einzustellen und zweitens, diese "tollen" Wandervorschläge mit Vorsicht zu genießen. Allen sollte bewusst sein, dass wir nicht in einer unberührten Wildnis leben, sondern in einer dicht besiedelten Kulturlandschaft, in der viele unterschiedliche Interessen unter einen Hut gebracht werden müssen. Gegenseitiger Respekt sollte eigentlich selbstverständlich sein.

Übrigens: Eine Folge dieses "Abenteuerwanderns" ist auch, dass immer mehr Verbotsschilder aufgestellt werden, die eigentlich keiner will.

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