• Julia

LVL und Imkverein Extertal erarbeiten gemeinsames Konzept für einen bienenfreundlichen Wald

Aktualisiert: Apr 20

Rott/Nösingfeld. Bald sirrt und summt es in Nösingfeld. Die Mitarbeiter der Forstbaumschule AFS haben gegenüber des Friedhofs einen „Bienenwald“ gepflanzt. Hier stehen nun viele bienen- und insekten-freundliche Baum- und Straucharten, die den Tieren neuen Lebensraum bieten werden.

Bienen sind für den Menschen unverzichtbar. Sie liefern nicht nur den Honig zum Frühstück, sondern tragen auch zu Obst, Gemüse und anderen Lebensmitteln auf unseren Tellern bei. Der Extertaler Imker, Heino Rinne, hatte daher im vergangenen Jahr die Idee einen Wald zu errichten, der die Bienenvölker fördert und auch für andere Insekten attraktiv ist. Die Idee des engagierten Imkers war für Thomas Fritzemeier, Leiter des zuständigen Forstreviers, eine zukunftsorientierte Lösung, nachdem auf dem Gebiet, aufgrund von anhaltender Trockenheit und des Befalls durch Borkenkäfer, die Fichten entnommen werden mussten: „Nadelholz ist für Insekten größtenteils uninteressant“, erklärt er. „Daher wird der neue artenreiche Laubwald nicht nur klimarobust, sondern auch noch bienenfreundlich.“ Auch Verbandsvorsteher Jörg Düning-Gast freut sich über die Entwicklung des Gebietes. „Das ist eine glückliche Wendung“, befindet er, „denn Bienen sind für die Menschheit von unschätzbarem Wert. Wenn es auch bedauerlich ist, dass wir die Fichten entfernen mussten, haben wir mit der Errichtung des Bienenwaldes eine schöne Möglichkeit gefunden den Verlust der Bäume zu kompensieren.“

Rund 2,8 Hektar umfasst das betroffene Gebiet. Ungefähr 4.200 Bäume werden den insektenfreundlichen Wald bilden. Zu den Baumarten zählen Elsbeere, Wildapfel, Wildbirne, Vogelkirsche, Winterlinde, Traubeneiche und Esskastanie. Sträucher der Arten Haselnuss, Kornelkirsche, Weißdorn, Hartriegel und Kreuzdorn runden das Angebot ab. Die vielfältige Wahl der Baum- und Straucharten wird verschiedene Insektenarten anziehen und ihnen Lebensraum bieten. So fördert der Landesverband nicht nur die Wiederaufforstung, sondern auch ein viel-fältiges Insektenaufkommen und trägt zum Erhalt der Bienenvölker bei. Ganz besonders die Obstbäume werden die Tiere anlocken.

Abgetrennt wird das Gebiet durch einen Zaun aus unbehandeltem, heimischem Fichtenholz. Das hat den Vorteil, dass das Material abbaubar ist und in der Natur verbleiben kann. Gepflegt wird der Bienenwald durch den Landesverband. Bis man einen jungen, summenden Mischwald vorfindet, werden noch ein paar Jahre vergehen, die ersten grünen Blätter dürften sich allerdings bereits im Juni zeigen. Text und Foto: Landesverband Lippe



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